Wir fordern!


Gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit!


Aufgrund der Ungleichheiten sind wir stärker von Prekarität, Arbeitslosigkeit und Armut betroffen. In prekären und schlecht bezahlten Bereichen sind wir in der Mehrheit, aber bei verantwortungsvollen Stellen in der Minderheit. Sogenannte Frauenberufe werden abgewertet, weil die geforderten Kompetenzen nicht anerkannt werden. Wir wollen gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, sowie die Einführung von Lohnkontrollen und Sanktionen im Gleichstellungsgesetz.


Vereinbarkeit von Familie und Beruf!


Damit Mütter einer Berufsarbeit nachgehen können, muss die Kinderbetreuung ausgebaut werden. Aber das genügt nicht: Es braucht auch mehr Angebote für alte und kranke Menschen. Die aktuelle Politik mit ihren Steuersenkungen, Privatisierungen und Budgetkürzungen zielt allerdings auf Abbau statt auf Ausbau dieser Leistungen. Wir wollen, dass gute öffentliche Dienstleistungen für die Betreuung von alten und/ oder hilfsbedürftigen Menschen ausgebaut werden.


Aufwertung (un-)bezahlter Care-Arbeit!


Das Hausarbeitsgen ist nicht Teil unserer DNA, und trotzdem wird die Arbeit überwiegend uns zugeordnet. Die körperliche und geistige Belastung dieser Arbeit wird aber nicht gesehen. Die Arbeit ist dermassen abgewertet, dass sie unsichtbar ist. Dabei ist sie unentbehrlich für das Funktionieren von Wirtschaft und Gesellschaft. Und sie erlaubt Partnern, Kindern und Angehörigen, sich im Leben zu verwirklichen. Wir wollen, dass die Hausarbeit geteilt und in allen Sozialversicherungen anerkannt wird, insbesondere bei den Renten.


Anständige Renten auch für Frauen!


Die Sozialversicherungen werden den Lebensläufen von Frauen nicht gerecht und entspre- chen nicht unseren Bedürfnissen. Sie ignorieren die besonderen Gefahren und Anforderungen der sogenannten Frauenberufe. Arbeitslosigkeit, Prekarität und Armut haben oft ein weibliches Gesicht, besonders im Alter. Wir lehnen eine Erhöhung des Frauenrentenalters ab, solange wir während unseres ganzen Berufslebens Diskriminierungen erfahren. Wir wollen Sozialversicherungen, insbesondere eine Altersvorsorge, die unsere Bedürfnisse und Lebensrealität berücksichtigen.


Respekt! Schluss mit Stereotypen, Sexismus und Gewalt!


In der Schweiz sterben monatlich zwei Frauen unter den Schlägen ihres (Ex)-Partners. Zwei von fünf Frauen erfahren in der Partnerschaft im Laufe ihres Lebens physische und/ oder sexuelle Gewalt.Frauenmorde sind eine Realität, weil gewöhnliche Gewalttaten in allen Bereichen der Gesellschaft heruntergespielt werden. Belästigungen bei der Arbeit, an Ausbildungsstätten, auf der Strasse oder in den sozialen Netzwerken betreffen uns alle. Wir müssen diese Gewalt nicht hinnehmen! Wir fordern eine nationale Kampagne gegen sexistische Gewalt, welche die Istanbulkonvention umsetzt und die notwendigen

-> Weitere Informationen auf der nationalen Frauenstreik Webseite.